Die Vereinigung Alter Burschenschafter Wolfenbüttel

Ihre Entwicklung seit 1950


Am 25. Januar 1950 gründeten 16 hiesige Burschenschafter der Universitäten und Hochschulen von Jena, Königsberg, Greifswald, Leipzig, Braunschweig, Göttingen, Hannover, Heidelberg, Karlsruhe, Marburg und München die VAB Wolfenbüttel.

Damit war sie eine von rund 170 gleichartigen Vereinigungen, die es sich zum Ziel gesetzt hatten, burschenschaftliche Überlieferung zu wahren und zu pflegen und die Verbundenheit untereinander zu fördern.

30 Jahre später formuliert es Verbandsbruder (Vbr.) Kozinowski so: „Das gemeinsame Kriegserlebnis, Sehnsucht und Suche nach Gleichgesinnten zur Pflege erhaltenswerter Überlieferungen, der Wunsch nach gesellschaftlicher Geborgenheit und die Freundschaft untereinander führten die Burschenschafter in Wolfenbüttel zusammen.“

Bereits nach einem Jahr zählte die VAB über 40 Mitglieder und wuchs unter dem Gründungsvorsitzenden Vbr. Dr. Schötz zu einer Mitgliederzahl von 78 heran.

Das Leben innerhalb der Vereinigung pulsierte mehr und mehr. Zahlreiche Feste in Kostümen oder Ballkleidung wurden gefeiert. Neben den monatlichen Farbenabenden entwickelten sich Festtagsfrüh- und -dämmerschoppen zu gefragten Veranstaltungen.

Schon im März 1951 fand der erste Informationsabend für Wolfenbütteler Abiturienten statt. Diese Einrichtung wurde jährlich weiter gepflegt bis in die 90er Jahre hinein.

Vbr. Dr. Schötz war es auch, der den jährlichen Wolfenbütteler Verbändekommers im Juni 1951 ins Leben rief. Bis zu 10 Verbände mit 140 Teilnehmern wurden registriert.

Beliebt waren auch Busausflüge in die nähere Umgebung: Hainberge, Asse, Reitlingstal. Hinzu kamen Verbändebälle in Braunschweig und Salzgitter. Für seinen verdienstvollen Einsatz wurde Vbr. Dr. Schötz nach 30 Vorsitzjahren zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Seine Nachfolger waren Vbr. Dr. Armin Bornholdt (bis 1989), Vbr. Volker Bornholdt (bis 1997) sowie in kürzeren Abständen die Verbandsbrüder Staupendahl, Dr. Mehrdorf, Dr. Lohse und Seggelke. Von 2005 hatte den Vorsitz Vbr. Dr. Selle für 10 Jahre inne. Er wurde abgelöst von Vbr. Gerhard Beutin.

Diese VAB-Vorsitzenden haben das VAB-Schiff tatkräftig gesteuert und das Leben innerhalb der Vereinigung weiterentwickelt.

Unter allmählichem Verzicht auf gesellschaftliche Veranstaltungen wurden vermehrt Vortragsabende abgehalten und größere Ausflugsfahrten unternommen. Nach Öffnung der innerdeutschen Grenze waren u.a. Eisenach, Potsdam, Sangerhausen, Salzwedel mit Arendsee sowie der Ostharz die Ziele. Jährlich fanden 1 oder 2 Ganztagswanderungen -initiiert von Vbr. Dr. Faulhaber -statt. Beliebt waren auch Führungen und Betriebsbesichtigungen im beruflichen Umfeld der Verbandsbrüder.
Derzeit werden jährlich außerhalb der Region eine Wochenend-Städtereise (z.B. Berlin Leipzig, Bremerhaven, Rostock), eine mehrtägige Radtour und eine Hausboot-Woche (z.B. Müritz, Finowkanal, Friesland, Elsass) durchgeführt.

Im Jahre 2010 feierten wir im Frühjahr das 60. Stiftungsfest. Im Dezember wurde jahrzehntelang in Hornburg das Schlachteessen zelebriert. Es hat sich zum Entenessen vorerst in Hedeper gewandelt. Dem Wunsch vieler Verbandsbrüder folgend ist es nun wieder nach Wolfenbüttel zurückgekehrt. In Fortsetzung dieser traditionellen burschenschaftlichen Veranstaltungen wird auch -jeweils am 1 Freitag im November- der Wolfenbütteler Verbändekommers gefeiert.

Die Spaltung der Deutschen Burschenschaft in 3 Verbände (DB, NDB, ADB) hat sich innerhalb der VAB nicht ausgewirkt. Die Mitglieder der VAB stehen treu zu Ihrer Vereinigung in Wolfenbüttel - so soll es auch bleiben.